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Typische kindliche Ängste nach Entwicklungsphasen

Typische kindliche Ängste nach Entwicklungsphasen

Wann entwickeln Kinder welche Ängste und wie sollen Eltern damit umgehen?

Kindliche Ängste gehen mit der kognitiven Entwicklung einher und haben oft eine bestimmte Funktion. Je nach Alter leiden die Kinder unter typischen Ängsten.

Es beginnt damit, dass die Kinder krabbeln oder laufen lernen und gleichzeitig setzt das Fremdeln an und auch die Trennungsangst kommt dazu.
Es gibt vermutlich einen Zusammenhang, nämlich damit sollen die Kinder sich nicht zu weit von ihren Eltern entfernen.

Im Alter von ca. ein bis drei Jahren entwickeln Kinder Trennungsängste.    Diese treten individuell in einer mehr oder weniger starken Ausprägung auf.
Die Kinder klammern sich an ihren Eltern fest, schluchzen und möchten keinen Kontakt zu Fremden.

Wichtig hierbei ist, dass die Eltern Ihren eigenen Schmerz, das Kind z. B. in der Kita allein zu lassen, nicht auf die Kinder übertragen. Es kann sein, dass das Kind ihre Unsicherheit als Gefahr für sich interpretiert. Eltern müssen den Kindern in dieser Phase besonders das Gefühl geben, dass es sicher ist, dort wo sie es hinbringen. Immer wieder zu sagen, dass es in Ordnung ist und dass die Mama bald wieder kommt.

Zwischen zwei und vier Jahren sind die Kinder in der „magischen Phase“. In dieser Zeit sind die Kinder besonders kreativ und haben eine ausgeprägte Fantasie. Sie erfinden tolle Geschichten, glauben sie könnten Zaubern und sehen schreckliche Monster. Hier kommt besonders die Angst vor Dunkelheit und vor gruseligen Gestalten ins Spiel.
Nachts kommen dann Weinen und Mama-Rufe aus dem Kinderzimmer.
Hier können dann beruhigende Einschlafrituale wie, Geschichte lesen, kuscheln, oder ein nicht so spannendes Hörspiel, dem Kind helfen sich sicherer in seinem Zimmer zu fühlen. Auch ein Nachtlicht oder eine spaltoffene Zimmertür, können dem Kind helfen.

Schön wäre es, wenn die Eltern die magische Phase ihrer Kinder nutzen könnten und alltägliche Gegenstände mit magischer Kraft versehen z.B. ein magischer Stein der alle Monster verjagt oder der Traumfänger, der das Kinderzimmer mit einem Schutzzauber belegt.

Mit fünf bis sieben Jahren wird das Denken der Kinder logischer.
Sie schnappen viele Informationen in ihrem Umfeld auf. Wenn sie z.B. im Radio oder Fernsehen von Kriegen, Gewalt und Katastrophen hören, entwickeln sie eine entsprechende Angst. Kinder beziehen alles Gehörte auf sich und haben dann oft diese unbegründeten Ängste vor einem Krieg usw.

Sie sollten aber Ihre Kinder deswegen nicht komplett abschotten. Stattdessen kommen sie mit Ihrem Kind ins Gespräch und erklären sie kindgerecht, dass es bei ihnen und bei uns im Land sicher ist.

Ungefähr mit acht Jahren entwickeln die Kinder sowas wie Leistungsangst.                                          Sie können pauschal Angst vor der Schule haben, oder konkret vor bestimmten Fächern oder Prüfungen.
Auch hier ist es wichtig die Ängste ihrer Kinder ernst zu nehmen und diese nicht einfach abtun, wenn das Kind diese äußert. Die Gefahr besteht darin, dass die Kinder sich dadurch komplett verschließen und allein mit Ihren Ängsten bleiben. Hierbei sollten sie beobachten, was konkrete Angstauslöser sind und diese gezielt mit einer Strategie angehen und überwinden lernen.

In der Pubertät, wenn der Loslöseprozess beginnt, treten wieder vermehrt soziale Ängste auf.
Dazu gehört z.B. nicht gemocht zu werden, nicht cool genug zu sein oder Angst vor peinlichen Situationen. Dabei ist es den Kindern wichtig sich bei Lösungsstrategien von Ihren Eltern abzugrenzen. Das heißt gute Ratschläge werden eher als Angriff aufgenommen. Sie könnten Ihr Kind in dieser Phase ermuntern, ihm was zutrauen und zuversichtlich sein, dass das Kind eigene Lösungen finden wird. Denn nur dann kann der Heranwachsende die Erfolge für sich verbuchen und entwickelt auf diesen Erfahrungen ein starkes Selbstwertgefühl.

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